Die Region
Einleitung
Einleitung | Landschaft | Bevölkerung
Die Region Nordböhmen zwischen Decin und Karlovy Vary - mit dem
Zisterzienserkloster Osek als ihrem historisch gewachsenen geistigen
Zentrum - präsentiert sich in der nachsozialistischen Gegenwart
als ein devastierter und in vielerlei Hinsicht ausgeraubter Raum. Bergbau
und Industrie haben ihre Spuren ebenso hinterlassen, wie eine ideologisch
motivierte Kultur- und Siedlungspolitik seit Mitte der Vierziger Jahre
einen unterprivilegierten Raum.
Vor diesem Hintergrund erkennt man in Nordböhmen jedoch auch eine Region
mit Potential: der Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union eröffnet
neue Wirtschaftsräume und Chancen für eine interregionale Zusammenarbeit
mit den Nachbarn auf deutscher Seite; die Industrie- und Bergbaufolgelandschaft
bietet Räume in großem Maßstab, die offen sind für alternative
Landnutzung und Energiegewinnung oder auch moderne Wege der Landschaftsgestaltung;
nicht zu vernachlässigen sind kultur- und naturtouristische Qualitäten,
mit denen die Region aufwarten kann. Die wirtschaftliche Prosperität Nordböhmens
wird schließlich nicht unwesentlich mit der Nutzung eben dieser Potentiale
verknüpft sein.
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