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Projekt Wassersystem

Das Wassersystem des Klosters Osek diente bis gegen Mitte des 20. Jhs. einerseits der Frisch- und Brauchwasserhaltung; andererseits tritt das stehende und fließende Wasser als eines der wesentlichen Gestaltungselemente der Klosteranlagen auf.

Heute ist ein Großteil der Schäden an der Bausubstanz des Klosters Osek und seiner Gärten auf Defekte bzw. Zerstörungen des historischen Wassersystems zurückzuführen. So zeigt die vor einigen Jahren teilweise verputzte Kirche erneut Feuchteschäden und ihr barockes Interieur wie z.B. das bereits restaurierte Chorgestühl sowie die barocke gartenarchitektonische Substanz sind nach wie vor gefährdet.

Der nachhaltige Erfolg weiterer notwendiger Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz ist daher von der Beseitigung der Schadensursachen abhängig, so dass das Ziel der ersten Untersuchungen die Instandsetzung und Ergänzung des historischen Wassersystems sein muss. Innerhalb der Sanierung des klösterlichen Wassersystems wird zuerst geowissenschaftliche Untersuchungen zum Baugrund, Grundwasserregime und den hydraulischen Verhältnissen durchgeführt.

Darüber hinaus sind die bauhistorischen Recherchen zur historischen Funktionalität und Ästhetik des Wassersystems eine wesentliche Grundlage für dessen Wiederherstellung und die eng damit verbundene Revitalisierung der gartenarchitektonischen Anlagen.

Sämtliche Ergebnisse der Untersuchungen werden genutzt, um die notwendigen Maßnahmen definieren und die dringlichsten Sanierungen durchführen zu könnnen. Das werden vor allem die teilweise Sicherung des Mauerwerks sowie Herstellung der ursprünglichen Hydraulik des klösterlichen Wassersystems sein.