Arbeitsgruppe Gärten
Beeindruckt
von der Hilfsbedürftigkeit der Oseker Anlagen, findet
sich eine stetig wachsende Anzahl vom Kloster begeisterter Fachleute
und Laien aus Tschechien und Deutschland zusammen, die Abt Bernhard
Thebes bei der Rettung der Gärten unterstützen. Mit der ‘Arbeitsgruppe
Gärten‘ wurde im Jahr 2003 ein unkonventionelles Instrument
gefunden, das alle Ansätze kanalisiert, Strategien entwickelt
und Maßnahmen vorantreibt. Die derzeitige Arbeit konzentriert
sich auf drei Schwerpunkte:
Erste Aufgabe ist, sicherzustellen, dass die Oseker Gärten endlich wieder
die Aufmerksamkeit erfahren, die ihnen zukommt. Deshalb müssen die Gärten
einer breiten Öffentlichkeit - sowohl regional als auch international,
sowohl interessierten Laien als auch Fachleuten - vorgestellt werden. Dazu
gehört auch der Aufbau der wichtigen Kontakte zu regionalen Behörden,
zur Politik, zur Staatlichen Denkmalpflege, zu wissenschaftlichen Instituten
und privaten Partnern.
Zweiter Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Organisation
und Realisierung kleinerer, kurzfristiger Projekte, die punktuell deutlich
sichtbare Erfolge zeitigen. Als sehr fruchtbar erweist sich hier die
Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der bereits
im Jahr 2000 ein Studienprojekt der Technischen Universität Berlin und der Mendel-Universität
Brno zur Dokumentation der historischen Gärten förderte und
auch die vorliegende Publikation ermöglichte.
Besonders bemerkenswert
ist auch die effektive Unterstützung durch das Landratsamt Annaberg,
das zahlreiche Beiträge zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
in der Erzgebirgsregion leistet, die auch im Kloster ihre Umsetzung finden.
Mittlerweile unentbehrlich machen sich die Schüler und Lehrer
des Beruflichen Schulzentrums Annaberg mit ihren konkreten Projekten
im Kloster. Darüber hinaus bemüht sich die ’Arbeitsgruppe Gärten‘ um
den Aufbau transparenter und langfristig wirksamer Projektstrukturen.
Diese sind notwendige Voraussetzung, um an vorhandenen Fördermöglichkeiten
der Europäischen Union, großer Denkmal- und Umweltschutzstiftungen
oder an Deutsch-Tschechischen Förderprogrammen beteiligt werden
zu können. Nur auf Grundlage solcher Unterstützung kann die
Entwicklung nachhaltiger Nutzungs-, Sanierungs- und Gestaltungskonzeptionen
und schließlich die umfassende Rehabilitierung der Gärten
geleistet werden. |